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Der HEXbeam hatte den Schneefall gut überstanden. Bald war die Spinne auf dem Mast, welcher diesmal ganz auf 9m ausgezogen wurde. Bei der SWR Überprüfung zeigten die Werte immer noch 1:1.1 bis 1:1.5. Nun hatten wir noch einen Draht-Dipol mit Traps für die 40 / 80 /160 m. Die Wirtin erlaubte uns die alte, zerfetzte Fahne vom verrosteten Masten runter zu holen und dann die Mitte des Dipols mit dem Balun an der 25m hohen Fahnenstange hoch zu ziehen. Das eine Ende dieses Dipols konnten wir an ein Fenster unter dem First des Hauses befestigen. Das andere Ende an einem alten, dürren Baum am Weg nach St. Meinrad. Der Draht Dipol war seit dem Einsatz auf der Forch nicht mehr gebraucht worden. Wir mussten ihn damals auf die Bedingungen über der dortigen Scheune abstimmen. Unser K3 hatte kein Abstimm-Problem mit dem 40 & 80m Segment. Der 160m Teil war ausserhalb seiner Abstimm-Kapazität. Da wir nicht beabsichtigten die Nacht hindurch zu arbeiten störte uns dies nicht. Es blieb uns nur noch den Weg hinunter zum Auto zu stapfen und den Computer zum Loggen zu holen und uns anschliessend mit einer gut zubereiteten Mahlzeit den Bauch zu füllen.

Wie meistens an Samstagen waren die Bänder gut besucht. Vor allem ausländische Stationen wollten mit der Schweiz Kontakte verbuchen. Das erste Problem, das auftauchte, war die neue Regelung im Contest-Protokoll. Schliesslich verstanden wir, mit Hilfe einiger freundlichen Operators, wie das neue Prozedere ging. Dann hatten wir noch den Stolperstein, dass der Etzel im Kanton Schwyz, «SZ» war, und nicht wie viele Jahre zuvor am Stations-Standort «ZH».
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Im Laufe des Samstages, in der Sonne sitzend, wechselten wir in ungezwungener Reihenfolge den Platz des Operators. Für einige alte Hasen im Contest-Business war es gelegentlich eine Herausforderung den weniger routinierten, mit ihren bescheidenen Gehversuchen, zuzusehen. Aber es war unser Ziel die Kollegialität und das Interesse an Zusammenarbeit zu fördern. Die warme Sonne mit Gartenrestaurant gab auch für Geselligkeit reichlich Zeit. Als schliesslich die Sonne unter dem Horizont verschwand und mit ihr die Gäste, entschlossen wir uns den Elektronikteil der Station im Keller wegzuschliessen und den nächsten Tag zu planen.

Der Sonntag war prächtig, wärmer als der Vortag. Am frühen Morgen hatte der Bauer den Weg gepflügt und es war kein Problem mit genügend PS unter der Haube den Gipfel zu erreichen. Die Antennen hatten die Nacht ohne Problem überstanden und bald kamen auch die ersten Signale aus der wieder aktivierten Station. Zur grossen Freude von Ernst konnten wir einige Verbindungen auf 80m verbuchen. Durch gute Koordination schaffte er auch eine Verbindung mit dem anderen Ende der Erde, nämlich mit Japan auf 10m. Sonst verteilten sich unsere Kontakte auf 40, 20 und 15m.

Mit Ende des Contests um 1500 local begann auch die Endphase, der Abbruch und Zusammenpacken. Ein letzter Personaltransport zum Parkplatz Büel und dann das vollpacken des Auto mit Antennen, Masten und Ausrüstung. Als Letzte Gäste des Tages verliessen wir das Bergrestaurant Etzel welches uns mit Gastfreundschaft die Möglichkeit gegeben hatte die Club-Aktivität neu zu entdecken. Es war allerseits Übereinstimmung, dass solche Aktivitäten wiederholt werden sollten.

Ja, noch bleibt uns die Gelegenheit, auf dem Etzel eine neue Fahne am Masten zu hissen. Die alte Flagge, mit Jakobsmuschel und Raben hatte ihren Dienst getan.

Samstag Mannschaft:
Nick HB9DRX, Ernst HB9IRI, Manfred HB9RLZ, Jason HB9GHN, Ueli HB9TTI

Sonntag Mannschaft:
Ernst HB9IRI, Ueli HB9TTI, Paul HB9AVK, Simon HB9TSP, Hugo HB9WQ